Warum ich Lehrerin werden will

Das hier wird jetzt endlich mein erster Blogeintrag.
Ich freue mich über jeden Kommentar, über jede Diskussionsanregung und über jede Kritik! 


In den nächsten Einträgen wird es wahrscheinlich um meine Erfahrungen gehen, die ich auf meinem Weg zur ausgebildeten Lehrerin bisher schon sammeln konnte.
Da gibt es schöne aber auch wirklich negative Erfahrungen, die ich gerne aufschreiben und mit euch teilen würde. An manchen Punkten habe ich auch schon an meiner Berufswahl gezweifelt und mich gefragt, ob das normal ist und ob es anderen angehenden oder auch ausgebildeten Lehrkräften ähnlich geht oder ging.
In diesem Beitrag geht es jedoch erstmal um meine Berufswahl und meinen allgemeinen Werdegang. 

Ich bin 25 Jahre alt, wohne in Berlin und ich liebe es Sport zu treiben und Material für die Schule zu entwickeln. 
Heute bin ich Lehramtsstudentin an der Universität Potsdam mit den Fächern Sport und Mathematik.
Sport war schon immer mein Lieblingsfach. Mathematik habe ich als Kind in der Schule gehasst. Wie ist es dazu gekommen, dass ich Mathematik als Fach im Studium habe? Nun ja dafür gibt es einen einfachen Grund... ich wollte einfach Grundschullehrerin werden. 

Auf die Idee Lehrerin zu werden kam ich in der 12. Klasse. Ich besuchte ein berufliches Gymnasium in Berlin mit dem Schwerpunkt Pädagogik und Psychologie. Daher hatte ich in der Abiturphase auch das Fach Pädagogik als Leistungskurs. Es war zusammen mit Sport mein Lieblingsfach. Am Anfang hatte ich eine tolle Lehrerin und am Ende einen tollen Lehrer, die mich wirklich in vielen Ansichten prägten. Ich profitiere heute noch von den vielen pädagogischen und für das Leben wichtigen Einsichten, die ich damals in meinem Leistungskurs sammeln konnte.
Das ist auch schon der erste Punkt, der mich auf diesen Beruf brachte. Es hängt einfach so viel mit den Lehrkräften zusammen, ob ein Fach oder ein Inhalt in der Schule interessant und wissenswert ist und ob man etwas daraus für das Leben mitnimmt. 
Nach dem Abitur bewarb ich mich an der Humboldt Universität in Berlin für die Fächer Gebärdensprache, Deutsch und Sport. Da ich die Sporteignungsprüfung verpasst hatte, konnte ich mich in Potsdam zu diesem Zeitpunkt nicht bewerben. Ich wollte unbedingt das Fach Sport mit dabei haben, deswegen kamen andere Universitäten in der Nähe nicht in Frage.
So kam es jedoch, dass ich wegen meines nicht ausreichenden NC nicht angenommen wurde und ich musste mir eine Alternative für das Jahr suchen. Das war am Ende der schönste Reinfall, der mir hätte passieren können. Ich bewarb mich auf ein FSJ in einem Schwimmverein und dort durfte ich ein Jahr lang Erfahrungen mit Kindern und Erwachsenen aller Altersstufen sammeln und einen C-Trainerschein machen. Ich bin wirklich froh, dass das Leben einen manchmal austrickst und auf einen besseren Weg führt.
Nach dem FSJ bewarb ich mich erneut. Diesmal mit einem bestandenen Sporteignungstest in der Tasche. Daher konnte ich mich auch an der Uni Potsdam bewerben. Als Backup für die Fächerkombination Deutsch und Sport, wählte ich Mathematik und Sport, da ich kein weiteres Jahr auf einen Studienplatz warten wollte. 
War ja klar, dass es am Ende dann Mathe wurde, weil ich in Deutsch wegen meines NC erneut keinen Platz bekam.
Deswegen studiere ich jetzt also Mathematik und Sport auf Primarstufe. 
Ich bin jetzt schon im ersten Mastersemester und habe mich in manchen Matheseminaren echt durchkämpfen müssen.
Ich muss zugeben, dass das Studium meine Sicht auf das Fach Mathematik verändert hat.
Ich bin immer noch nicht gut darin aber ich verstehe immer mehr Zusammenhänge und weiß nun, aus welchen Gründen ich Mathe früher nicht verstehen und leiden konnte.
Deswegen freue ich mich umso mehr darüber, dass ich das Fach später selbst unterrichten darf.
Ich denke, dass ich mich relativ gut in einen Schüler oder eine Schülerin hineinversetzen kann, wenn es um Probleme, Angst und Unverständnis in Mathe geht.
Ich hoffe wirklich, dass ich den Inhalt des Faches besser vermitteln kann als meine Lehrer und Lehrerinnen zu meiner Schulzeit.
Das ist meine Motivation. Ich möchte Fächer, die mir früher Spaß gemacht haben mit Spaß vermitteln und Fächer, die mir Angst gemacht haben im Hinterkopf behalten, um die Kinder zu verstehen, die in bestimmten Fächern und Bereichen Probleme haben.
Dies ist mein Grund für die Entscheidung Grundschullehramt zu studieren.

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